Doch wieder eine GroKo?

Nur wenige Tage ist es her, dass die SPD von ihrem generellen Nein bezüglich einer Koalition mit der CDU/CSU abgerückt ist. Man wolle nun Gespräche miteinander führen und zu guter Letzt müssten dann sowieso die SPD-Mitglieder entscheiden, ob man in eine neue GroKo geht. Nun sind die ersten Forderungen auf beiden Seiten aufgetaucht. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kommt im Manager-Magazin (http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/a-1180547.html) mit seiner alten Forderung nach einer Bürgerversicherung daher.

Dies würde eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung bedeuten. Alle Bürger in der Bundesrepublik Deutschland hätten dann den gleichen Versicherungsschutz, quasi eine generelle gesetzliche Krankenversicherung bzw. eben eine Bürgerversicherung. So toll und gerecht sich diese Forderung auch anhört – was dabei oft übersehen wird ist: Eine einheitliche Bürgerversicherung würde keinesfalls die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland beenden.  Reiche könnten sich nach wie vor bessere Gesundheitsleistungen leisten, entweder durch teure Zusatzversicherungen oder eben als Selbstzahler. Das bestehende System ließe sich dadurch nicht ändern. Es wird immer Bürger geben, die sich mehr leisten können als andere – auch im Gesundheitssektor. Des Weiteren sorgt die private Krankenversicherung für Innovationen z.B. bei neuartigen Therapieformen. Sie sorgt für einen Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Die eine zahlt mehr als die andere. Die eine bietet mehr als die andere. Für die SPD ist die Bürgerversicherung angeblich ein zentrales Anliegen, ohne das eine Koalition mit der CDU/CSU laut Lauterbach wohl nur schwer vollstellbar ist.

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